Schon immer habe ich gerne fotografiert. Auch wenn ich viele andere Dinge unternommen habe, letztlich landete ich immer wieder bei der Fotografie. Mein Vater war für mich schon ein wichtiges Vorbild für unkonventionelle Fotografie und er hat mein Auge gut geschult.

Über den Umweg eines Fremdsprachenstudiums habe ich schliesslich die Sprache der Fotografie gelernt. Mit Oli Keinath und den Hoffotografen habe ich 14 Jahre wertvolle Erfahrungen gesammelt. Parallel zu meiner festen Anstellung habe ich auch eigene Ausstellungen über Menschen in ihren Umgebungen realisiert und in Deutschland sowie im Ausland gezeigt.

Heute kann ich meine Leidenschaft und meine Erfahrung zugunsten meiner geschätzten Auftraggeber bündeln.

Ich wurde 1972 in Syrakus, Sizilien, geboren. Ich studierte Fremdsprachen und Literatur – Deutsch, Englisch und Französisch – in Mailand, Düsseldorf und Catania. Meine Diplomarbeit über Oskar Schlemmer und das Bauhaus schrieb ich an der Freien Universität Berlin.

Seit 1997 lebe und arbeite ich in Berlin.

Im Jahr 2000 begann ich eine Ausbildung zur Fotografin bei den Hoffotografen. Gleichzeitig arbeitete ich als Assistentin für den Werbefotografen Oli Keinath, mit den Schwerpunkten 360°-Fotografie und Porträtfotografie im Studio.

Von 2002 bis 2013 arbeitete ich als feste Fotografin bei den Hoffotografen in Berlin-Mitte und gleichzeitig als freie Fotografin. In meinen freien Arbeiten widme ich mich vor allem soziologischen und architektonischen Themen.

Für mein erstes fotografisches Projekt in und über Berlin porträtierte ich gemeinsam mit der schwedischen Journalistin Ylva Queisser die Erstbewohner der ehemaligen Stalinallee. Daraus entstand 2003/2004 die Ausstellung und das Buch „Leben hinter der Zuckerbäckerfassade“, die in Berlin und im Ausland präsentiert wurden. Mit dieser Ausstellung nahm ich auch am 2. Internationalen Festival der Fotografie in Rom teil.

Als zweites Projekt in und über Berlin folgte „Allee der Kosmonauten: Einblicke und Ausblicke aus der Platte“. Mit Unterstützung der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur besuchte und porträtierte ich die Erstbewohner der Allee der Kosmonauten in Marzahn. Die Ausstellung und der dazugehörige Katalog wurden im Januar 2005 erstmals gezeigt.

Im April 2006 realisierte ich im Auftrag der QuartiersAgentur Marzahn NordWest die Ausstellung „Ein Tag in Marzahn NordWest“. Darin porträtierte ich die Menschen, die das Quartier prägen.

2006 nahm ich an der Triennale in Mailand teil. Beim Premio Nazionale di Fotografia Riccardo Pezza, XI. Edizione, wurde ich Preisträgerin des Photochallenge „Electrolux – Sguardi sulla globalizzazione“ („Blicke auf die Globalisierung“).

Im selben Jahr wurde ich für die Kampagne „Land der Ideen / Italien“ anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft ausgewählt. Mein Beitrag trug den Titel „Von Sizilien in die Karl-Marx-Allee: Eine Italienerin fotografiert Berliner“.

2007 realisierte ich für die Robert Bosch Stiftung gemeinsam mit Timea N. Kovács, Tibor Mester und Axel Halling eine neue Foto- und Interviewausstellung. Im Mittelpunkt standen erneut Begegnungen mit Erstbewohnern eines Wohngebiets: der in den 1950er-Jahren erbauten „Uran-Stadt“ von Pécs in Ungarn.

Mein letztes Projekt in und über Berlin entstand 2007. Dabei beschäftigte ich mich mit dem westdeutschen Gegenstück zur Karl-Marx-Allee, dem Hansaviertel in West-Berlin. Gemeinsam mit verschiedenen Journalistinnen traf ich Bewohnerinnen und Bewohner des Viertels. Unter dem Titel „Wohnlabor Hansaviertel: Geschichten aus der Stadt von morgen“ entstand eine Ausstellung sowie ein Buch.

2008 nahm ich an der ersten Ausgabe der Berliner Kampagne „be Berlin“ teil und wurde mit meiner Geschichte in dem Buch „Gesichter der Hauptstadt“ vorgestellt.

2009 zeigte ich im Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt meine letzte Porträtserie unter dem Titel „1989. Ein Jahr des Umbruchs und der Hoffnung“. Im selben Jahr wurde eine weitere Ausstellung über die Bauten der Allee der Kosmonauten in der Zentralbibliothek Mitte gezeigt. Sie trug den Titel „Einblicke und Ausblicke aus der ehemaligen DDR“.

2010 erschien das von mir fotografisch begleitete Buch „34 Jahre Kaufen“ der Architekten Tilman Weitz und Olaf Gerecke.

Im Mai 2010 entstanden meine Fotografien für die Ausstellung „Neas“ im Rahmen der Dreharbeiten zu einem Dokumentarfilm über die Stadt Noto auf Sizilien. Die Ausstellung fand im Italienischen Kulturinstitut in Berlin statt und wurde vom italienischen Botschafter eröffnet.

2011 fotografierte ich für das Stadtmuseum Helsinki gemeinsam mit der finnischen Journalistin Kristiina Markkanen ein Projekt über die Bewohnerinnen und Bewohner des Pihlajamäki-Viertels. Die Ausstellung wurde Anfang 2012 in Helsinki gezeigt. Das dazugehörige Buch erschien zweisprachig auf Finnisch und Englisch.

Seit 2014 arbeite ich als freie Fotografin.

2017 begann ich in Berlin mit der fotografischen Begleitung des Baukollegiums unter dem Vorsitz der damaligen Senatsbaudirektorin und Staatssekretärin für Stadtentwicklung, Regula Lüscher.

2019 begann meine Kooperation mit der Fotografin Miriam Otte unter dem gemeinsamen Label „Baudoku-Berlin“.

2020 wurden Miriam Otte und ich mit „Baudoku-Berlin“ vom European Cultural Centre eingeladen, während der Architektur-Biennale in Venedig im Palazzo Mora auszustellen. Die Biennale wurde schließlich 2021 durchgeführt.

Heute arbeite ich für verschiedene Architekturbüros und als Porträtfotografin. Meine fotografische Arbeit bewegt sich dabei zwischen Architektur, Stadtentwicklung, gesellschaftlichen Themen und der Porträtfotografie. Besonders interessiert mich der Mensch im gebauten und sozialen Raum.

TIME SPACE EXISTENCE

im Rahmen der Architektur-Biennale 2021| European Culture Center | Palazzo Bembo, Venedig Italien, Fotoausstellung von Miriam Otte und Lidia Tirri

Näköalapaikka : kertomuksia Pihlajamäestä | A place with a view : recollections of Pihlajamäki

Stadtmuseum Helsinki, Finnland 2011
Autorin: Kristiina Markkanen | Fotos: Lidia Tirri

Lakások, Lakosok – Wohnungen, Bewohner
Die modernste Wohnsiedlung – Lebensgeschichten aus der Pécser Uranstadt und Leben hinter der Zuckerbäckerfassade

Dengler und Dengler Galerie, Stuttgart, Deutschland – 18. November bis 16. Dezember 2008
N&N Galéria, Budapest, Ungarn – 2. bis 21. April 2008
Pécser HattyúHáz, Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst, Pécs/Fünfkirchen, Ungarn – 9. März bis 9. April 2007

Wohnlabor Hansaviertel – Geschichten aus der Stadt von morgen

Apartment im Eternit-Haus, Altonaer Straße 1, Berlin – 19. November bis 16. Dezember 2007

Allee der Kosmonauten – Einblicke und Ausblicke aus der Platte

Hochhauswohnung, Allee der Kosmonauten 145, Berlin-Marzahn – 6. bis 23. Januar 2005
Galerie Torstraße 203, Berlin-Mitte – 26. Januar bis 6. Februar 2005

Leben hinter der Zuckerbäckerfassade“ & „Allee der Kosmonauten

Goethe-Institut Hermannstadt/Sibiu – Januar 2006
Goethe-Institut Temeswar/Timisoara – Dezember 2005
Goethe-Institut Iași – November 2005
Goethe-Institut Bukarest – 3. bis 30. Oktober 2005

Leben hinter der Zuckerbäckerfassade

Goethe-Institut Shanghai – 18. Februar bis 9. März 2005
Goethe-Institut Peking – 14. bis 25. März 2005

Stalinallee – Porträtt av en tysk gata

Arbetets Museum, Norrköping, Schweden – 20. November 2004 bis 31. Januar 2005

La vie derrière les façades style ‚pâtisserie‘ de la Stalinallee à Berlin

Goethe-Institut Nancy – 18. Mai bis 28. August 2004
Straßburg – 30. November bis 17. Dezember 2004

Berlino: Stalinallee

Associazione Culturale Italo-Tedesca / Teatro Vittorio Emanuele, Messina, Sizilien – 27. September bis 8. Oktober 2004

Leben hinter der Zuckerbäckerfassade

Goethe-Institut Hamburg – 24. Oktober bis 12. November 2004
Goethe-Institut Bonn – 8. September bis 8. Oktober 2004
Goethe-Institut Dresden – 1. bis 28. April 2004

Stalinallee – Schauplatz des 17. Juni 1953

Städtisches Museum Eisenhüttenstadt – 17. Juni bis 29. August 2004

Leben hinter der Zuckerbäckerfassade

Zeitgeschichtliches Forum Leipzig – 14. Januar bis 29. Februar 2004

Berlino: La vecchia Stalin Allee

Goethe-Institut Neapel – 12. Februar bis 12. März 2004
Goethe-Institut Triest – 10. November bis 12. Dezember 2003
Goethe-Institut Mailand – 30. September bis 31. Oktober 2003

Stalinallee – Schauplatz des 17. Juni 1953

Heimatmuseum Friedrichshain – 12. Juni bis 26. Juli 2003

Berlino: Karl-Marx-Allee

Fotografia – Festival Internazionale di Roma – 8. Mai bis 22. Juni 2003

Leben hinter der Zuckerbäckerfassade

Filmlounge, Frankfurter Allee 12, Berlin-Friedrichshain – 7. Januar bis 22. Februar 2003